Ein Rückblick auf 17 Jahre Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland

Anfang der 90er Jahre beschlossen die Ringerverbände im Saarland und in Rheinland-Pfalz eine neue gemeinsame Liga unterhalb der 2. Bundesliga einzurichten, die Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland. Ziel der vier beteiligten Landesorganisationen war es, den Leistungsunterschied zwischen den Oberligen in den beiden Bundesländern und der Bundesliga zu verkleinern und eine neue starke Liga im Südwesten zu etablieren.
Zu den „Vätern“ dieser Liga gehörten der Saarbrücker Heinz Igel, der auch erster Klassenleiter werden sollte, Ludger Lang aus Bingen, damals der Sportwart der ARGE Schwerathletik Rheinland-Pfalz, der damalige Präsident der ARGE Schwerathletik Rheinland-Pfalz, Robert Litzenburger, und der Mainzer Wolfgang Stampp, der 2006 Heinz Igel als Klassenleiter ablöste.
Bereits 1990 gab es erste Überlegungen zu einer solchen gemeinsamen Liga für die beiden Bundesländer, vier Jahre nach Beginn der Planungen wurde sie dann Wirklichkeit. 1994 startete die neue Regionalliga mit je vier Mannschaften aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland in ihre erste Saison. Dieser ersten Verbandsrunde gehörten acht Teams an: KSV Köllerbach II, ASV Mainz 88, VfK Schifferstadt II, der Langenlonsheimer SC, TSV Mainz-Bretzenheim, die KG Schwalbach/Schwarzenholz/Elm, Saar 05 Saarbrücken und ASV Hüttigweiler II.
17 Jahre lang sollte diese Liga bestehen bleiben. Insgesamt 34 Vereine gingen in dieser Zeit in der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland an den Start. Die einzige Mannschaft, die ununterbrochen der Regionalliga angehörte, war die zweite Mannschaft von Bundesligist KSV Köllerbach. Doch auch andere Teams waren über viele Jahre hinweg in dieser Liga vertreten, so die zweite Mannschaft des pfälzischen Traditionsvereins VfK Schifferstadt, die bis zur Auflösung des Vereins 12 Jahre in der Regionalliga startete, und der KV Riegelsberg, der ebenfalls 12 Jahre dieser Liga angehörte, darunter ein Jahr mit seiner zweiten Mannschaft. Auch der Nachfolgeverein der Pfälzer, der VfK 07, war ein Jahr in der Regionalliga mit dabei. Und die WKG Metternich/Rübenach war immerhin 11 Jahre in dieser 3. Liga vertreten. Mit Köllerbach, Schifferstadt, Mainz 88 und Hüttigweiler waren zudem immer wieder auch zweite Mannschaften von namhaften Ringer-Bundesligisten in der Regionalliga am Start.
Die meisten Teams in der Regionalliga kamen in diesen 17 Jahren aus dem Saarland, das insgesamt 18 Mannschaften in diese Klasse entsandte. Aus dem Ringerverband Pfalz kamen sieben Mannschaften, aus dem Schwerathletikverband Rheinhessen waren es fünf Teams und aus dem Schwerathletikverband Rheinland stammten vier Mannschaften.
Die ersten fünf Jahre dominierte der KSV Köllerbach II die Regionalliga. Fünf Mal in Folge wurden die Saarländer Regionalliga-Meister, erst 1999 konnte mit dem ASV Burbach erstmals ein anderer Verein den Titel gewinnen. Neun Mannschaften schafften es, in diesen 17 Jahren die Meisterschaft zu erringen. Fünf Mal Meister wurde der KSV Köllerbach II, je zwei Mal gewannen der ASV Mainz 88, der AC Laubenheim, die RSG Spiesen-Elversberg und der KV Riegelsberg den Titel. Und einmal Meister wurden der ASV Burbach, der VfK Schifferstadt II, die WKG Metternich/Rübenach und die KSG Ludwigshafen.
In der 17. Saison kam nun das Aus für diese Zwischenliga. Die Vereine der ARGE Ringen Rheinland-Pfalz hatten im September 2010 die gemeinsame Liga mit dem Saarland aufgekündigt, um so die Oberliga, der immer weniger Vereine zur Verfügung standen, wieder zu stärken. Mit dem letzten Kampftag am 18. Dezember 2010 und der Meisterschaft des KV Riegelsberg geht so die Geschichte der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland zu Ende. Zukünftig starten die Vereine nun wieder, wie bereits vor 1994, in den Oberligen des Saarlands und in Rheinland-Pfalz.