Oberliga Rheinland-Pfalz nur mit sechs Mannschaften – Mehr als 2000 Zuschauer
Ungeschlagen und unangefochten wurde der ASV Pirmasens Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz. Die Pfälzer Traditionsmannschaft, im Vorjahr Vize-Meister, gewann alle zehn Kämpfe und lag am Ende der Verbandsrunde deutlich vor dem Zweiten, der WKG Untere Nahe. Dennoch war es für die Mannschaft von der Nahe ein gutes Ergebnis, war doch die neue Wettkampfgemeinschaft des VfL Bad Kreuznach und des TSV Langenlonsheim, erst in dieser Saison in die Oberliga aufgestiegen.
Wie schon im Vorjahr, belegte auch in dieser Verbandsrunde der AC Thaleischweiler den dritten Platz. Dahinter schon mit deutlichem Rückstand wurde der AC Oberstein Vierter vor dem ASV Karthause. Tabellenletzter wurde mit nur einem Sieg der AV Speyer.
Es war eine kurze Saison für die Oberliga Rheinland-Pfalz. Nur sechs Mannschaften nahmen an der Verbandsrunde teil. Der ASV Boden hatte seine Mannschaft abgemeldet, die TSG Mainz-Bretzenheim war in die Regionalliga aufgestiegen, der SV Alemannia Nackenheim in die Verbandsliga abgestiegen. Auch die Play-Off-Runde mit den vier Bestplatzierten der Saar-Oberliga um den Aufstieg in die Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland fiel ins Wasser, da die saarländischen Vereine ihre Verbandsrunde bis in den Dezember legten und daher keine Termine mehr für eine solche Runde frei waren.
Trotz dieser Widrigkeiten, die diese Oberliga-Saison begleiteten, konnten sich die Vereine über fast 2200 Zuschauer bei den Kämpfen freuen. Die meisten Fans hatten dabei die beiden Teams von der Nahe. In Oberstein kamen im Schnitt 112 Zuschauer zu den Heimkämpfen, bei der WKG Untere Nahe waren es 109 Zuschauer. Das geringste Zuschauerinteresse verzeichnete die Koblenzer Mannschaft aus dem Stadtteil Karthause. Hier kamen im Schnitt 30 Zuschauer zu den Heimkämpfen.
Insgesamt 95 Ringer trugen 298 Kämpfe aus, um den neuen Oberliga-Meister zu ermitteln. Erfolgreichster Sportler war Urij Makarov vom ASV Karthause, der alle zehn Kämpfe gewann und dabei die optimale Punktzahl von 40 holte. Ebenfalls alle zehn Kämpfe gewannen Peter Jeliaskov (ASV Pirmasens), Meikel Haag (AC Oberstein) und Christian Schöfer (ASV Pirmasens).
In der neuen Verbandsrunde wird die Oberliga Rheinland-Pfalz ein völlig neues Gesicht erhalten. Die vier rheinland-pfälzischen Mannschaften aus der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland werden, nachdem die gemeinsame Liga mit dem Saarland aufgekündigt wurde, in die Oberliga zurückkehren. Die Verantwortlichen in den drei rheinland-pfälzischen Ringerverbänden Pfalz, Rheinhessen und Rheinland hoffen so, diese höchste Landes-Klasse im Ringen zu stärken und den Zuschauern schönen und spannenden Ringersport zu bieten.
Die Abschlusstabelle:
| Platz | Verein | Punkte | Kampfverh. |
| 1. | ASV Pirmasens | 20:0 | 271:113 |
| 2. | WKG Untere Nahe | 13:7 | 227:165 |
| 3. | AC Thaleischweiler Fröschen | 12:8 | 212:165 |
| 4. | AC Oberstein | 8:12 | 161:225 |
| 5. | ASV Karthause | 4:16 | 139:246 |
| 6. | AV 03 Speyer | 3:17 | 146:242 |