Fast 5000 Zuschauer verfolgen Kämpfe der Ringer-Oberliga Rheinland-Pfalz.

Die TSG Mainz-Bretzenheim, im Vorjahr noch Vizemeister, hat es in dieser Saison geschafft: Unangefochten wurden die Mainzer Ringer Meister in der Oberliga Rheinland-Pfalz. Nur einmal verließen die Bretzenheimer in dieser Verbandsrunde als Verlierer die Matten, am 9. Kampftag beim Auswärtskampf im Westerwald gegen die RWG Boden-Siegen. Ansonsten gab es 13 Siege für das Mainzer Team.

Nur der ASV Pirmasens, in dieser Saison erst in die Oberliga aufgestiegen, konnte mit den Mainzern mithalten und das Titelrennen über längere Zeit offen gestalten. Die Pirmasenser Sportler wurden am Ende mit vier Punkten Rückstand auf Bretzenheim Zweiter und damit Vizemeister.

Hinter diesen beiden Spitzenmannschaften der Verbandsrunde 2009 folgen der AC Thaleischweiler und die neu gegründete RWG Boden-Siegen, die beide 17 Punkte erreichten und damit gemeinsam mit den beiden führenden Mannschaften an den Play-Off-Runden gegen die vier Erstplatzierten aus der Oberliga Saarland teilnehmen werden, um die Aufsteiger in die Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland zu ermitteln. Der AC Thaleischweiler hatte zur Halbzeit noch punktgleich mit dem ASV Pirmasens auf dem zweiten Tabellenplatz gelegen, doch in der Rückrunde konnten die Pfälzer dieses Niveau dann nicht mehr halten und fielen am Ende fünf Punkte hinter Pirmasens zurück.

Für die Teilnahme an den Play-Offs nicht mehr gereicht hat es für den AV Speyer und Aufsteiger AC Oberstein, die doch schon mit deutlichem Abstand auf den Tabellenplätzen 5 und 6 landeten. Abgeschlagen am Tabellenende finden sich als Vorletzter der ASV Karthause und als Schlusslicht der SV Alemannia Nackenheim.

Insgesamt 137 Ringer wurden von den acht Vereinen in der Verbandsrunde 2009 eingesetzt, die 559 Kämpfe absolvierten. 204 Kämpfe wurden dabei mit Schultersieg beendet, in 102 Kämpfen blieb ein Ringer ohne Gegner. Die meisten Ringer setzte der AC Oberstein ein, bei dem 21 Sportler auf die Matten gingen. Die wenigsten Aktiven hatte der SV Alemannia Nackenheim mit 14 Sportlern. Erfolgreichster Sportler war Demir Ahmet von der TSG Bretzenheim, der alle 14 Kämpfe gewinnen konnte und dabei 55 Punkte sammelte. Ebenfalls alle 14 Kämpfe gewann auch Peter Jeliaskov, der dabei 54 Punkte für sein Team holte. Auf dem dritten Platz in dieser Hitliste landete Robin Ferdinand von der RWG Boden-Siegen mit 13 Siegen in 14 Kämpfen und 51 Punkten für seine Mannschaft.

39 Mal traten die Vereine mit zehn Ringern, also einer kompletten Mannschaft an, 41 Mal mit neun Ringern. Allerdings traten die Teams zwei Mal nur mit sechs Ringern auf die Matten, ein Mal sogar nur mit vier Ringern. Für die Zuschauer nicht gerade ein Ansporn, zu den Kämpfen zu gehen. Dennoch besuchten fast 5000 Fans die Kämpfe in der Oberliga in dieser Verbandsrunde. Über die meisten Zuschauer konnte sich der AC Thaleischweiler-Fröschen freuen, bei dem im Schnitt 141 Fans zu den Heimkämpfen kamen. In Oberstein und in Boden waren es im Schnitt ebenfalls über 100 Zuschauer. Den geringsten Zuschauerzuspruch gab es in Speyer mit 46 Zuschauern pro Kampf und auf der Karthause mit 33 Fans pro Heimkampf.

Am 28. November startet nun die Play-Off-Runde mit den Viertelfinalkämpfen. Neben den vier rheinland-pfälzischen Teams sind aus dem Saarland die KSG Erbach, der ASV Hüttigweiler II, der KSV St. Ingbert und der KSV Eppelborn dabei. Die Play-Off-Runde endet mit dem Finale am 2. und 9. Januar.

Abschlusstabelle Oberliga Rheinland-Pfalz 2009:

  1. TSG Mainz-Bretzenheim                                 26:2               375:157
  2. ASV Pirmasens                                              22:6               390:158
  3. AC Thaleischweiler-Fröschen                          17:11               316:228
  4. RWG Boden-Siegen                                       17:11               277:272
  5. AV 03 Speyer                                               14:14               269:289
  6. AC Oberstein                                                10:18               242:311
  7. ASV Karthause                                               4:24                163:377
  8. SV Alemannia Nackenheim                              2:26                149:389