LAUBENHEIM. Zwei Tage lang zeigten 273 ehemalige Spitzenringer bei den 12. German Masters im Sportzentrum im Laubenheimer Ried hochkarätige und spannende Kämpfe um die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen. Ausrichter des durch alle Klassen stark besetzten Turniers war der Athleten-Club 09 e.V. Laubenheim, für den die Veranstaltung eines der vielen Highlights in seinem Jubiläumsjahr darstellte.
In fünf Altersklassen und sieben Gewichtsklassen standen sich die Veteranen der deutschen Ringerszene gegenüber. Mit dabei waren einige Starter, die im Laufe ihrer aktiven Karriere eine ansehnliche Titelsammlung angehäuft haben. So zum Beispiel der Welt- und Europameister Uwe Neupert, der in der Alterklasse D, 51 – 55 Jahre, in der 130-Kilo-Klasse sowohl im griechisch-römischen, als auch im Freistil antrat. Beide Male erkämpfte sich Neupert, der für den AV Reilingen an den Start ging und 1980 in Moskau die Silbermedaille der Olympischen Spiele gewann, den German-Masters-Titel 2009. „Die Atmosphäre hier in Laubenheim ist wirklich toll“, lobte Neupert die Veranstaltung. „Das Turnier ist super organisiert und alle Ringer haben Spaß hier.“

Spaß in Laubenheim schien auch der dreifache Deutsche Meister Andreas Kubiak zu haben, der für KSG Erbach an den Start ging. Nachdem er schon 1990 in der Laubenheimer Halle den Deutschen Meistertitel im Freistil errang, fügte der Freistilspezialist seiner Titelsammlung zwei weitere Medaillen hinzu. Während Kubiak sich in der Freistilkonkurrenz souverän den German-Masters-Titel erkämpfte, musste er sich im griechisch-römischen Stil dem gut aufgelegten Uwe Hemmann vom KFC Leipzig im Finalkampf geschlagen geben. In dem engen Fight, der über die Zeit ging, zeigten beide Ringer, dass auch oder gerade in den Turnieren der Altersklassen sehenswerter Ringsport geboten wird. „Es ist bemerkenswert, welch tolle Leistungen die Athleten hier bieten“, zeigte sich Wolfgang Stampp vom Präsidium des Deutschen Ringerbundes von den Kämpfen beeindruckt. Stampp, der als Wettkampfleiter zusammen mit Gehard Wafzig (ARGE Rheinland-Pfalz), einen reibungslosen Ablauf der Mammutveranstaltung garantierte hob vor allem die Arbeit der Männer im Wettkampfbüro hervor. „Das Team um Gerhard Wafzig hat wirklich einen tollen Job gemacht, der die Grundlage für die wirklich tollen und spannenden Kämpfe darstellt“, sagte Stampp.

Stolz kann der ausrichtende Verein AC Laubenheim nicht nur auf einen reibungslosen Verlauf und ein hervorragend organisiertes Turnier sein, sondern auch auf die Leistungen seiner Kämpfer. So sicherte sich Karl-Josef Kern in der 76-Kilo-Klasse der Alterklasse D einen hervorragenden zweiten Platz im griechisch-römischen Stil und einen dritten Platz in der Freistilkonkurrenz. Harald Anlauf vom AC belegte einen sehr guten zweiten Platz in der 85-Kilo-Klasse im griechisch-römischen Stil und den dritten Platz im Freistil. Uwe Hass sicherte sich den fünften Rang in der stark besetzten 86-Kilo-Klasse der Altersklasse C.

Sportlich lässt sich ein durchaus positives Fazit der 12. German Masters ziehen. Die Athleten boten den Zuschauern in allen Klassen spannende und teilweise hochkarätige und offene Kämpfe, die nicht von Taktik sondern unbedingtem Siegeswillen geprägt waren. Dies sah auch der Mainzer Oberbürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, Jens Beutel, so der ausgesprochener Kenner der Ringerszene ist.

Neben all der sportlichen Konkurrenz stand aber natürlich auch das Wiedersehen mit alten Gegnern und Kameraden im Mittelpunkt, bei dem die ein oder andere Anekdote über die alten Zeiten und Kämpfe ausgetauscht wurde.

„Wir sind mit dem Verlauf des Turniers mehr als zufrieden“ resümierte der AC-Vorsitzende Heinz-Willi Balzer, der auch dem international erfahrenen Team der Kampleiter angehörte. „Die Ringer sind mit dem Turnier zufrieden und haben Spaß. Da hat sich der Kraftakt für unseren Verein gelohnt.“

Uwe Betzler – Pressewart des Athleten-Club 09 Laubenheim

Weitere Informationen unter: http://www.ac1909.de