In einem Schreiben hat der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Ringen Rheinland-Pfalz, Ludwig Schacker (Thaleischweiler) den DOSB-Präsidenten und IOC-Vizepräsidenten Dr. Thomas Bach aufgefordert, seinen „nicht unerheblichen Einfluss“ im Internationalen Olympischen Komitee geltend zu machen, um den in der vergangenen Woche von der IOC-Exekutive gefassten Beschluss, Ringen aus dem olympischen Programm zu streichen, wieder rückgängig zu machen.

Nach Ansicht des ARGE-Präsidenten, der auch Präsident des Ringerverbandes Pfalz ist, hat die IOC-Exekutive mit ihrem Beschluss „einen eklatanten Fehlgriff“ getan. „Sicher hat niemand berücksichtigt, dass das Ringen eine der ältesten Sportarten überhaupt ist und immer noch in rund 180 Ländern weltweit als Wettkampfsport betrieben wird“, so Ludwig Schacker in seinem Schreiben an Dr. Thomas Bach. Und er fragt den DOSB-Präsidenten: „Wie sollen wir unsere hoffnungsvollen Talente weiterhin motivieren, wenn ihr großes Ziel, die Teilnahme an Olympischen Spielen, plötzlich nicht mehr existiert?“ Aber auch viele Ehrenamtliche würden durch diese Entscheidung ein Ziel ihrer Arbeit verlieren, so Schacker, der darauf hofft, dass dieser „unverständliche Entschluss“ doch nicht umgesetzt wird.

Der ARGE Ringen Rheinland-Pfalz, die die drei rheinland-pfälzischen Ringer-Verbände in der Pfalz, in Rheinhessen und im Rheinland umfasst, gehören zusammen rund 3000 Sportler in 30 Vereinen an.