Mitgliederversammlung der ARGE Ringen Rheinland-Pfalz in Langenlonsheim – Ludwig Schacker als Präsident wieder gewählt. Langjährige Mitstreiter geehrt.
Foto: v.l.Heinz Adam, Marion Pangsy, Ludger Lang, Ludwig Schacker, Nobert Linke, Peter Gölz. nicht auf dem Bild, Manfred Nickels, Ruth Bausbacher, Rudolf Herrmann.
Licht und Schatten bestimmen derzeit das Bild bei den rheinland-pfälzischen Ringern, die sich in Langenlonsheim zu ihrer Mitgliederversammlung trafen. Bei den Deutschen Meisterschaften gab es, vor allem im Nachwuchsbereich, in den vergangenen beiden Jahren wieder zahlreiche Titel und Medaillen. Daneben hat sich der ASV Mainz 88 in der 1. Bundesliga etabliert und Ringer aus Rheinland-Pfalz waren auch international vertreten. Dennoch: Die Zahl der Mannschaften in den Ligen ist rückläufig, auch die Zahl der Vereine und die Mitgliederzahlen werden immer weniger. „Viele Vereine, die vor 15 Jahren noch Mannschaften stellten, sind verschwunden, etliche Vereine existieren nur noch auf dem Papier“, so Ludwig Schacker (Thaleischweiler), der Präsident der ARGE Ringen Rheinland-Pfalz. Und er machte in Langenlonsheim auch deutlich: „Der Zeitpunkt, bei dem Ringen in Rheinland-Pfalz auszusterben droht, kann schon jetzt am Horizont gesehen werden.“
Der ARGE-Vorsitzende, der auch Präsident des pfälzischen Ringer-Verbandes ist, forderte die Vereine bei der Mitgliederversammlung auf, wieder stärker in die Jugend zu investieren. „Ohne funktionierende Jugendarbeit und dem Engagement der Ehrenamtlichen wird unser Sport an einem langsamen Siechtum verenden“, befürchtet er. Es genüge jedenfalls nicht, immer wieder Ringer aus anderen Vereinen oder Verbänden zu verpflichten und so finanzielle Risiken einzugehen. Stattdessen müsse der eigene Nachwuchs gefördert werden.
Zufrieden zeigte er sich gerade deshalb über die Erfolge gerade im Nachwuchsbereich. „Wir haben in diesem Jahr mit insgesamt 20 Medaillen und sechs Titeln bei Deutschen Meisterschaften eins der besten rheinland-pfälzischen Ergebnisse seit langem erreicht“, betonte er. Dies zeige, dass sich Jugendarbeit auch auszahle. Hier müssten die ARGE und die drei rheinland-pfälzischen Landesverbände sich engagieren, so Schacker, der hofft, dass die Leistungssportförderung des Landessportbundes und des Landes nicht weiter gekürzt wird. „Denn nur mit einem entsprechenden Mitteleinsatz können wir auch weiterhin erfolgreich arbeiten“, machte der ARGE-Präsident deutlich.
Kontinuität bestimmte die Vorstandswahlen auf der Mitgliederversammlung. Mit großer Mehrheit wurde Ludwig Schacker, der seit 1996 an der Spitze der rheinland-pfälzischen Ringer steht, in seinem Amt bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wurden die Präsidentin des Schwerathletikverbandes Rheinland, Marion Pangsy (Koblenz), und der Präsident des Schwerathletikverbandes Rheinhessen, Peter Gölz (Worms), bestimmt. Finanzreferentin bleibt Bojan Stubenrauch (Birkenfeld).
Auch bei den anderen Vorstandsposten gab es keine Veränderungen. Jugendreferent ist weiterhin Gerhard Wafzig (Thaleischweiler), der auch das Geschäftsführer-Amt der ARGE innehat. Als Sportreferent wurde Thomas Ferdinand (Großholbach) bestätigt, Frauenreferentin bleibt Marion Pangsy (Koblenz). Daneben ergänzen Wolfgang Stampp (Mainz) als Referent für Dokumentation und Statistik, Volker Adam (Idar-Oberstein) als Kampfrichter-Referent und Dieter Junker (Uhler) als Pressereferent das ARGE-Präsidium.
Zum Vorsitzenden des Rechtsausschusses I wurde Rainer Morgenthaler (Pirmasens) wieder gewählt, neuer Vorsitzender des Rechtsausschusses II wurde Jörg Schanninger (Speyer). Leistungssportbeauftragter der ARGE Ringen Rheinland-Pfalz bleibt Willi Heckmann (Schifferstadt).
Mehrere langjährige Mitstreiter bei den rheinland-pfälzischen Ringern wurden in Langenlonsheim für ihre Tätigkeit geehrt. Die goldene Ehrennadel erhielten der frühere Bundes- und FILA-Kampfrichter Heinz Adam (Idar-Oberstein) und der langjährige Präsident des Schwerathletikverbandes Rheinhessen, Norbert Linke (Mainz). Die silberne Ehrennadel wurde dem ehemaligen Sportreferenten der ARGE, Ludger Lang (Bingen), verliehen. Außerdem erhielten die frühere Finanzreferentin Ruth Bausbacher (Ludwigshafen) und der ehemalige Sportreferent des Schwerathletikverbandes Rheinland, Manfred Nickels (Idar-Oberstein), die goldene Ehrennadel der ARGE, sowie der frühere Geschäftsführer der ARGE Schwerathletik, Rudolf Herrmann (Ludwigshafen), die bronzene Ehrennadel. Diese drei Geehrten konnten in Langenlonsheim allerdings nicht anwesend sein.