Nur 48 Teilnehmer bei Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der Aktiven in Schifferstadt

Eigentlich kann von einer Krise im Ringen in Rheinland-Pfalz nicht die Rede sein. Der ASV Mainz 88 ist Deutscher Meister geworden, der pfälzische Traditionsverein, der VfK 07 Schifferstadt siegt gleichzeitig in der 2. Bundesliga und kehrt somit auch wieder in das Oberhaus der Ringer zurück. Also eigentlich alles in Ordnung? Nicht so ganz. Seit Jahren schon haben die Ringer mit einem Rückgang von Teams bei den Verbandsrunden zu kämpfen, der die Zukunft der unteren Ligen bedroht. Und auch die Einzelmeisterschaften sehen sich immer größerem Desinteresse ausgesetzt. So zuletzt die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der Aktiven in beiden Stilarten in Schifferstadt, an denen nur noch 48 Sportler teilnahmen. Es ist der absolute Minusrekord für solche Titelkämpfe.

 Was haben sie nicht schon alles versucht, die Verantwortlichen der ARGE Ringen Rheinland-Pfalz, um diese Meisterschaften wieder attraktiv zu machen. Seit längerem gibt es eine Pflichtbeschickung für die Mannschaften, die an den Verbandsrunden teilnehmen. Dennoch konnte dies den Abwärtstrend nicht umkehren. 2011 waren es 66 Ringer, im vergangenen Jahr 62 Sportler, die auf den Matten die neuen Rheinland-Pfalz-Meister ermittelten. In diesem Jahr wurde  die Meisterschaft erstmals offen ausgeschrieben worden, doch es kam nur ein Ringer von einem nicht-rheinland-pfälzischen Verein, dem KSV Kirrlach. Also auch kein Patentrezept für mehr Sportler. Und wenn die beiden Erstligisten aus Mainz und Schifferstadt nicht mit immerhin 18 Sportlern vor Ort gewesen wären, hätten die Titelkämpfe fast ohne Sportler stattgefunden.
Insgesamt zwölf rheinland-pfälzische Vereine waren in der Wilfried-Dietrich-Halle in Schifferstadt vertreten, und damit sogar ein Team mehr als 2012. Erfolgreichstes Team war der Gastgeber, der VfK 07 Schifferstadt, der sieben der insgesamt 14 zu vergebenen Goldmedaillen gewinnen konnte. Zweiter wurde der amtierende Deutsche Meister aus Mainz, der vier Titel gewann. Damit bestimmten wie schon im vergangenen Jahr die beiden Spitzenteams aus Rheinland-Pfalz das sportliche Bild dieser Rheinland-Pfalz-Meisterschaften.

 

Die Ergebnisse:

Freistil: 55 kg: 1. Magomed Freund, 2. Jens Atzinger (beide Mainz); 60 kg: 1. Ahmet Demir (Mainz); 66 kg: 1. Sahab Ahmad (Schifferstadt), 2. Jakob Hergenröther (Metternich/Rübenach), 3. Tamirlan Bitschikov (Friesenheim); 74 kg: 1. Makarov Urij (Speyer), 2. Dominic Zeigermann (Metternich/Rübenach), 3. Ilia Florea (Büdesheim); 84 kg: 1. Wassil Ivanov (Untere Nahe), 2. Artur Kokev (Worms), 3. Dominik Weber (Mainz); 96 kg: 1. Aydin Selimoglu (Schifferstadt), 2. Adam Dudarov (Pirmasens), 3. Erchian Albarek (Mainz); 120 kg: 1. Adrian Bocancea (Büdesheim), 2. Dilmac Tolga (Speyer), 3. Fritz Zsarnay (Untere Nahe). 

Griechisch-römisch: 55 kg: 1. Marco Weber (Mainz), 2. Jonas Köhmstedt (Metternich/Rübenach), 3. Yasin Özdem (Büdesheim); 60 kg: 1. Marvin Scherer (Schifferstadt), 2. Lukas Demberger (Pirmasens), 3. Jonas Hergenröther (Metternich/Rübenach); 66 kg: 1. Wladimir Berenhardt (Schifferstadt), 2. Dimitri Berioza (Untere Nahe), 3. Thorsten Wenk (Thaleischweiler); 74 kg: 1. Önder Tuncer (Mainz), 2. Christian Schöfer (Pirmasens), 3. Daniel Makkai (Metternich/Rübenach); 84 kg: 1. Denis Kudla (Schifferstadt), 2. Till Schröder (Fehrbach); 96 kg: 1. Etka Sever, 2. Mohammed Rachid (beide Schifferstadt), 3. Artur Gofmann (Karthause); 120 kg: 1. Ralf Böhringer (Schifferstadt), 2. Kalayan Petkov (Pirmasens). 

Vereinswertung: 1. VfK 07 Schifferstadt (52 Punkte/7 Titel/10 Teilnehmer), 2. ASV Mainz 88 (40/4/8), 3. WKG Metternich/Rübenach (23/-/5), 4. ASV Pirmasens (20/-/4), 5. WKG Untere Nahe (18/1/5), 6. Rheinlandseiche Büdesheim (16/1/4).