Gleich vier saarländische Teams auf den ersten Plätzen – Neue Oberliga Südwest beendet die erste Saison
Eine saarländische Dominanz bestimmte das Bild der ersten Saison der neuen Oberliga Südwest, die die drei rheinland-pfälzischen Ringerverbände gemeinsam mit dem Saarländischen Ringerverband erstmals gebildet hatten. Wie schon in der Regionalliga konnten auch in der Oberliga die vier saarländischen Vertreter die ersten vier Plätze belegen, erst danach folgen die Teams aus Rheinland-Pfalz.
Erster Meister der Oberliga Südwest und damit auch Aufsteiger in die Regionalliga wurde die KSG Erbach mit einem Punkt Vorsprung vor der KG Hüttigweiler-Schiffweiler, die zur Halbzeit den Spitzenplatz innehatte, in der Rückrunde dann aber von den Erbachern überholt wurde, die nach der Hinrunde noch auf dem dritten Tabellenplatz standen.
Dritter, schon mit einem Rückstand von vier Punkten auf den Vizemeister, wurde der KSV St. Ingbert vor dem KSV Fürstenhausen, der die Oberliga mit einem ausgeglichenen Punktekonto abschloss.
Bestes rheinland-pfälzisches Team in der neuen Oberliga Südwest war die WKG Nackenheim-Laubenheim auf dem fünften Tabellenplatz. Die WKG war erst im Sommer neu gegründet worden. Auf dem sechsten Tabellenplatz landete am Ende die zweite Mannschaft von Bundesligist VfK Schifferstadt. Schlusslicht bildet die Rheinlandseiche Büdesheim mit vier Punkten. Die WKG Metternich/Rübenach, die als viertes rheinland-pfälzisches Team in der neuen Oberliga Südwest dabei sein sollte, hatte ihre Mannschaft noch vor Beginn der Runde zurückgezogen, so dass die Saison mit sieben Vereinen ihre Premiere erlebte.
Fast 2500 Fans verfolgten die 357 Kämpfe in der Oberliga Südwest. Zuschauerkrösus war dabei die WKG Nackenheim/Laubenheim, zu deren sechs Heimkämpfen im Schnitt 132 Fans kamen. Überraschend wenig Zuspruch fand der Oberliga-Meister Erbach, der einen Schnitt von 38 Zuschauern bei seinen Heimkämpfen aufweist und damit am Ende der „Zuschauer-Tabelle“ rangiert.
103 Ringer kamen bei den Kämpfen zum Einsatz, 117 Schultersiege wurden dabei erkämpft, nur 15 Mal hatte ein Sportler Übergewicht, 131 Mal gab es einen technisch überlegenen Punktsieg. Den erfolgreichsten Sportler der Saison stellte der Tabellenletzte: Jakub Szepaniak von der Rheinlandseiche Büdesheim siegte in allen elf Kämpfen und sammelte 39 Punkte für seine Mannschaft. Zwei Punkte mehr, nämlich 41 Punkte, konnte Alexander Meier vom KSV St. Ingbert, für sein Team holen. Er gewann zehn seiner zwölf Kämpfe. 37 Mal traten die Mannschaften in voller Besetzung an, 39 Mal standen neun Ringer in einem Team. Sechs Mal traten Mannschaften mit acht Ringern an und zwei Mal nur mit sieben Sportlern. 16 Kampfleiter kamen in der Verbandsrunde 2013 zum Einsatz, die meisten Kämpfe leitete Volker Adam aus dem Rheinland.
Abschlusstabelle Oberliga Südwest 2013:
- KSG Erbach 326:129 20:4
- KG Hüttigweiler-Schiffweiler 283:161 19:5
- KSV St. Ingbert 251:191 15:9
- KSV Fürstenhausen 239:231 12:12
- WKG Nackenheim/Laubenheim 178:284 9:15
- VfK Schifferstadt II 146:295 5:19
- Rheinlandseiche Büdesheim 163:295 4:20